dtlEinige Unsicherheiten während des Wettkampfes und eine missglückte Entscheidung der Kampfrichter lassen die Wettkampfgemeinschaft 46:36 gegen den TSV Grötzingen/Karlsruhe verlieren.
Der TV Hösbach/TV Großostheim legte am Boden in den ersten zwei Duellen vor. Seit der Erneuerung der Wertungsvorschriften wird eine Doppelsalto-Bewegung vorgeschrieben. Wird diese Bewegung nicht gezeigt, wird die Endnote um 0,3 Punkte reduziert. Um dieser Bestrafung zu entgehen, zeigten Benjamin Junker und Nick Sauerwein in ihren Übungen einen Doppelsalto rückwärts. Leider mussten beide Turner bei der Ladung auf den Boden greifen, was zu erheblichen Abzügen führte.

Im dritten Duell musste sich Lukas Bergmann dem höheren Ausgangswert von Gegner Marco Richter geschlagen geben. So stand es nach drei Duellen bereits 13:0 für den Gastgeber aus Grötzingen. Lediglich der Gastturner Sergey Krivunets konnte sein Duell für sich entscheiden und den Abstand nach dem ersten Gerät auf 13:4 verkürzen.
Am Seitpferd musste durch einen kurzfristen Ausfall umgeplant werden. In den ersten zwei Duellen konnte man dennoch gut dagegenhalten und sich einen Scorepunkt und ein Remis sichern. Ungewohnte Schwierigkeiten hatte Krivunets nach einer großartigen Übung bei seinem Abgang, wodurch er wichtige Punkte beim Ausgangswert liegen ließ. Die Unterstützung der Gäste aus Österreich Ricardo Rudy konterte mit einer sehr sauberen Übung und sicherte sich 4 Scorepunkte.
Im vierten Duell am Seitpferd folgte dann der Tiefpunkt für den TV Hösbach/TV Großostheim. Daniel Schösser zeigte seine Übung mit kleinen Unsicherheiten, turnte aber ohne Absteiger durch. Im Duell der Routiniers hatte Lazar Bratan das Los gegen Schösser anzutreten. Das Pferd machte ihm an diesem Tag jedoch einen Strich durch die Rechnung und warf ihn gleich zwei Mal ab. Man wähnte die Scorepunkte also auf Seiten der Gäste. Als jedoch die rote fünf für die Gastgeber aufleuchtete waren sowohl die Gäste als auch die Gastgeber sehr verwundert. Im Gespräch mit dem Kampfgericht wurde klar, dass nur sechs Teile gezählt wurden, eine vollständige Übung bekannterweise jedoch aus sieben Teilen zu bestehen hat. Die Tatsachenentscheidung konnte trotz Videobeweises nicht rückgängig gemacht werden, da dieser in den Regularien nicht vorgesehen ist. Ein tiefer Schlag für die Gäste, von dem es sich so schnell wie möglich zu erholen galt.
An den Ringen konnten sich die Turner des TV Hösbach/TV Großostheim dann die erste Gerätewertung sichern, indem sie mit 7:8 Scorepunkten gewannen. Zur Pause stand es somit 29:13.
Am Sprung zeigten Junker, Sauerwein und Leon Schanz als jüngster im Team des TV Hösbach/TV Großostheim jeweils gute Tsukahara Sprünge. Junker und Sauerwein unterlagen dennoch in ihren Duellen, da die Gegner ihre Sprünge mit höherem Ausgang ebenfalls sauber auf die Matte brachten. Schanz sicherte sich ein Remis und Krivunets gewann sein Duell. Die fünf Scorepunkte aus diesem Duell reichten aber nicht um den Sprung für sich zu entscheiden. Mit 8:5 Punkten ging dieser an die Gastgeber.
Trotz einzelner Unsicherheiten am Barren konnte die Turner aus Hösbach und Großostheim dieses Gerät mit 5:7 gewinnen und den Abstand auf 42:25 verkürzen. Trotz des deutlichen Abstandes gaben die Gäste am Reck noch einmal Gas und gewannen drei von vier Duellen. Hier profitierte die Wettkampfgemeinschaft vom Untermain allerdings auch von zwei nicht gefangenen Flugteilen der Gastgeber. Sergey Krivunets beendete den Wettkampf mit einer sauberen Übung und einem haushohen gestreckten Doppelsalto mit Doppelschraube in den Stand und fünf Scorepunkten. Damit sicherte sich der Russe den Titel des Topscorers. Gleichzeitig erturnte Krivunets mit 13,30 Punkten am Sprung die höchste Wertung des Tages.

Es ließe sich noch viel über die verpassten Chancen am ersten Wettkampftag sagen, jedoch sichert der Blick zurück nicht den Klassenerhalt. Ziel ist es die Unsicherheiten in den Übungen auszumerzen und in den kommenden Wettkämpfen wieder sicher aufzuturnen, um im nächsten Jahr im Duell mit dem TSV Grötzingen/Karlsruhe das glücklichere Händchen zu haben.
Wir bedanken uns bei den Ausrichtern für die freundliche Atmosphäre und das faire Miteinander!

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