dtlWie nicht anders zu erwarten, holte sich die KTT Oberhausen in Hösbach überlegen den Gesamtsieg (21: 68) und nahmen auch alle Gerätepunkte (0:12) mit nach Hause. Natürlich profitierten sie dabei auch von den Fehlern der Gastgeber, die bereits am Boden die mögliche Führung verpassten. Auch am Pauschenpferd und an den Ringen das gleiche Bild. Zu viele Unsicherheiten kosteten den einen oder anderen Scorepunkt, und erst nach der Pause fand der TVH/TVG zur Normalform. Allerdings reichte das an diesem Tag nicht aus, wenigstens noch einen Gerätepunkt zu entführen. Zu stark die mannschaftliche Geschlossenheit der Oberhausener, die nach ihrem Abstieg aus der 2. Liga mit einem bärenstarken Team den unmittelbaren Aufstieg wieder anstreben. Ganz anders die Intensionen des TVH/TVG. In Anbetracht der personellen Situation, ist man diese Saison schon damit zufrieden, nicht im Abstiegskampf zu stecken. Dass momentan sogar der Kampf um Platz 3 möglich ist, hätte niemand zu hoffen gewagt.


Wie eingangs erwähnt, wäre bereits am Boden die Führung des TV Hösbach/TV Großostheim möglich gewesen. Nachdem Nick Sauerwein gegen den im Ausgangswert wesentlich besseren Matthias Steinkamp nur eine 2 mit 10,60 : 10,95 abgab, beruhten die Hoffnungen im 2. Duell auf Sergej Krivunets, der Jacob Guthke kontern sollte. Doch leider musste der russische Topscorer nach einem Missgeschick in der 2. Bahn die Bodenfläche verlassen und gab anstelle der erhofften 4 auf der Habenseite eine 3 ab. Auch Florian Zang musste, trotz höchster Bodenwertung für die Heimmannschaft, mit 11,45Pkt. 3 Scorepunkte an Jermain Grunberg, einen der drei holländischen Gastturner der Oberhausener, abgeben. Lukas Bergmann blieb es vorbehalten, im letzten Duell mit einer blitzsauberen Übung gegen den wesentlich stärkeren Moses Guthke ebenfalls eine 3 zu holen. Mit 3:8 Punkten gingen die ersten zwei Gerätepunkte an die KTT.
Am Pauschenpferd rehabilitierte sich Krivunets mit einer 5, ausgerechnet im Duell gegen den holländischen Kontrahenten Tim Goedkoop der Oberhausener, alle anderen Starter hatten mehr oder weniger starke Fehler zu verzeichnen, was es den Gästen wiederum leicht machte, ihr Punktekonto auszubauen. Johannes Lehmann eröffnete gegen Steinkamp und musste 4 Scorepunkte abgeben. Nick Sauerwein und Lukas Bergmann kamen nicht ganz fehlerfrei durch und überließen folglich den Gästen jeweils eine 5. Waren die 5:14 Scorepunkte am Pauschenpferd schon ein Debakel, an den Ringen kam es noch dicker.
Wiederum war es Krivunets, der dem Holländer Goedkoop eine 3 abnehmen konnte, das war´s dann aber auch schon. Bitter, dass ausgerechnet Benjamin Junker, im letzten Wettkampf gegen Weißkirchen noch eine Bank an den Ringen, eine 10 abgeben musste, die einem fehlenden Übungsteil geschuldet waren. Auch Lukas Bergmann blieb nicht fehlerlost, was den Gästen wiederum 5 Zähler brachte. Zwar turnte Daniel Schösser seine Übung fehlerfrei durch, doch geben die sehenswerte Übung von Michael Donsbach mit einem Ausgang von 4,1 Pkt. war auch er machtlos und ließ nochmals 4 Punkte liegen. Mit 3:19 fiel das Ergebnis natürlich zu hoch für die KTT aus. Pausenstand: 11:41.
Auch nach der Pause beim Sprung - keine Chance auf einen Teilerfolg. Vier Punkte von Krivunets waren trotz gelungener Sprünge der Gastgeber, die einzige Ausbeute. Immer hatte der ehemalige Zweitligist die passende Antwort auf die durchaus gelungenen Sprünge des TVH/TVG. Junker mit Ausgang 3,2 gegen Grunberg (4,6) musste trotz eines Endwerts von 12,15 Pkt. 4 Zähler abgeben. Auch Zang, trotz einer 11,95 verbesserte das Konto der Gäste um weitere 2 Punkte. Schließlich war es Sauerwein, der mit 11,20 nochmal 3 Punkte gegen Michael Donsbach (11,85) abgab. Oberhausen gewinnt erneut 9:4.
Auch am Barren konnte lediglich, der an den Ringen stark gebeutelte Junker, einen Scorepunkt für die Wettkampfgemeinschaft vom Untermain beisteuern. Gegen Padalewske Luca sicherte er sich mit lupenreiner Übung trotz dessen um 0,8 Pkt. höheren Ausgangswertes mit 10,70 überraschend den einzigen Scorepunkt für Hösbach/Großostheim, wobei Zang gegen Guthke noch ein Unentschieden erzielte. Leider musste Krivunets nach Sturz bei seinem Doppelsalto vorwärst Abgang unplanmäßig 3 Punkte an seinen holländischen Kontrahenten abgeben. Auch Schösser musste sich der schwierigen Übung von Donsbach mit 4 Punkten geschlagen geben. Alleine im Ausgang trennten die beiden 1,1 Punkte. Barren geht ebenfalls mit 7:1 an die KTT.
Am Reck das gleiche Bild. Alle vier Übungen sauber durchgebracht, aber Oberhausen einfach zu stark, um die nötigen Scorepunkte für den Gerätesieg zu holen. Nachdem Nick Häuser 4, Junker 2 und Schösser 5 Punkte abgegeben hatten, war für Krivunets nicht mehr am erneuten Gerätesieg der Oberhausener zu rütteln. Trotz seiner brillanten Übung und der höchsten Wertung am Königsgerät (13,30) konnte auch er mit seinen 5 Zählern gegen Timo Balk nichts mehr an der Tatsache drehen, dass der TV Hösbach/TV Großostheim an diesem Tag leer ausging. Mit 280,10 erturnten Punkten distanzierte die KTT auch im inoffiziellen Gesamtergebnis die Gastgeber deutlich, die auf 259,60 Pkt. kamen.
Trotz der eingeplanten Niederlage blieb am Ende ein bitteres „Beigeschmäckle“, da der Teamchef der Oberhausener vor dem Wettkampf ungewöhnlich harte Kritik an den Geräten der Hösbacher im Protokoll des Oberkampfrichters vermerken ließ. Die wurden in den 9 Jahren der Ligazugehörigkeit ansonsten in dieser Form noch nie bemängelt. Wäre natürlich noch schön gewesen, wenn sich die Oberhausener – wie in der Liga üblich - nach dem Wettkampf noch ein wenig Zeit genommen hätten, die Gastgeber beim Abbau zu unterstützen.
Schade eigentlich!
Der TVH/TVG wird sich angesichts dieser Niederlage nicht entmutigen lassen. In der zweiwöchigen Wettkampfpause werden noch einmal alle Kräfte für die beiden noch ausstehenden Wettkämpfe auswärts gegen Isselhorst und im „Endkampf“ zuhause gegen die TSG Sulzbach mobilisiert. Wäre schon sensationell, wenn beide Wettkämpfe noch gewonnen werden könnten.

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