dtlMit einer klaren Niederlage gegen die Eintracht Frankfurt starteten Hösbachs Turner in die neue Saison der 3. Bundesliga der Turner. Mit 83:6 fiel der Sieg gegen den Zweitligaabsteigers relativ deutlich aus. Da hatte man sich auf Seiten des TVH doch den einen oder anderen Scorepunkt mehr erwartet. Dass man aber in der Gerätewertung leer ausgehen würde, war von Anfang an klar. Zu deutlich die Dominanz der Hessen, die einen entspannten Nachmittag erleben durften, hatten sie doch in allen Paarungen die besseren Karten. Selbst der ansonsten als Topscorer in der 3. Liga erfahrene Sergejs Poznakovs konnte nur an den Ringen und am Reck jeweils 2 Punkte entführen, die restlichen beiden Punkte holte Felix Berninger mit einer gelungenen Barrenübung. Zu deutlich der Leistungsunterschied zwischen den Hessen und dem TVH. Während die einen den sofortigen Wiederaufstieg in die 2. Liga mit enormen personellen Verstärkungen erreichen wollen, kämpfen die anderen wie jedes Jahr um den Klassenerhalt.

Bereits am Boden kamen die Frankfurter viel besser in die Gänge und konnten alle Paarungen relativ deutlich für sich entscheiden. Mit 17:0 Punkten erlebte der TVH bereits ein kleines Debakel. Deutlich machte sich hier das Fehlen der Routiniers vom Vorjahr, Florian Zang und Julian Fäth bemerkbar. Am besten präsentierten sich noch Lukas Bergmann (11,00) und Felix Berninger (11,20), während Poznakovs und Junker patzten. Am Pauschenpferd war es erneut Bergmann, der mit einer tadellosen Übung und 10,30 Pkt. das beste Hösbacher Punkteergebnis erzielte, knapp vor dem Neuzugang Johannes Lehmann (10,20) aus Großostheim. Poznakovs erhielt nach zwei Absteigern nur magere 9,65 Pkt. Nachdem auch Berninger einmal vom Gerät musste, blieben die Scorepunkte (18:0) wieder alle bei Frankfurt.
Auch an den Ringen das gleiche Bild. Wen auch immer Trainer Marco Stürmer ans Gerät schickte: Die Eintracht hatte immer einen höheren Trumpf. So konnte einzig und alleine Poznakovs mit seiner sehenswerten Übung und 12,60 Pkt., der Höchstpunktzahl an diesem Gerät, zwei Scorepunkte ergattern. Erfreulich die Leistung von Benjamin Junker, der sich nach fast zweijähriger Verletzungspause mit einer klasse Vorstellung und 10,50 Pkt. zurückmeldete. Mit 49:2 Scorepunkten ging es in die Halbzeitpause.
Am Sprung spielten die Hessen dann ein wahres Feuerwerk ab. Mit Ausgangswerten zwischen 4,0 und 4,8 Pkt. erturnten sie 53,40 Punkte und konnten wieder 14 Scorepunkte gutschreiben. Selbst Poznakovs (13,15) musste einen Scorepunkt an den Serben Dejanovic Bojan abgeben, der mit 13,35 Pkt. das beste Resultat am Sprung erzielte. Bergmann, Junker und der Neuzugang Linus Bickert vom TV Großostheim waren chancenlos.
Am besten präsentierte sich der TVH am Barren. Zwar holte auch hier die Eintracht die Scorepunkte, allerdings „nur“ mit 6:2. Felix Berninger konnte bereits im 1. Duell gegen Tim Spetzke punkten. Mit 11,25:10,85 holte er 2 Scorepunkte, Poznakos erzielte mit 12,20 Pkt. gegen Dejanovic ein Unentschieden. Aber auch Lehmann (11,45) überließ Marvin Lauer, 2014 deutscher Jugendmeister am Sprung, nur einen Scorepunkt.
Zum Finale am Reck dann noch einmal ansprechende Leistungen aller Akteure. Zwar gingen die Punkte mit 14:2 wieder an Frankfurt, doch Steigerwald (10,05), Junker (11,45) und Poznakovs (12,45), der Lauer zwei Scorepunkte abknöpfte, sorgten für einen versöhnlichen Abschluss.
Schade nur, dass der TVH bereits im ersten Wettkamp gegen die bärenstarken Frankfurter antreten musste. Mit der KTV Obere Lahn II übernehmen sie schon wieder das Schlusslicht in der Tabelle, was sich nächste Woche im Heimwettkampf gegen die KTV Fulda allerdings ändern soll.